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Archiv für April, 2013

Die Zukunft von Facebook

20. April 2013 Keine Kommentare
cc by flickr/ Cristiano Betta

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In unserem Beitrag über das neue Facebook Home haben wir ja erst kürzlich darüber berichtet, was Facebook so in naher Zukunft vorhat, um weitere finanzielle Gewinne zu erwirtschaften. Das ist auch bitter nötig. Zwar wird Facebook von Millionen von Menschen als Treffpunkt und Chat benutzt, aber nicht ein Bruchteil dieser Nutzer spült reales Bares in die Kassen des Konzerns ein. Das kurz vor dem Börsengang des Social-Media-Riesens letztes Jahr dann auch noch Werbe-Partner und Konzernriese General Motors einfach absprang, riss zusätzliche Löcher in Zuckerbergs Finanzplan.

Keine Kundengewinn = Keine Werbung mehr

GM gab via Pressemeldung bekannt, künftig keine Werbung mehr auf Facebook zu kaufen und zu schalten. Es sei kein Kundengewinn durch die Werbung auf der Social-Media-Plattform festzustellen, so GM. Irgendwie auch verständlich, denn die wenigsten werden über einen Autokauf nachdenken, wenn sie gerade mit den Freunden chatten oder Fotos auf Facebook anschauen. Ob dies der Hauptgrund, oder nur ein Grund von vielen war, warum der Aktienkurs kurz nach Börsengang drastisch in den Keller sackte, bleibt rein spekulativ.

 

Facebook muss Geld verdienen
So hat es für uns Facebook-Nutzer auch klingt: Zuckerberg muss mit Facebook Geld verdienen, damit der Service weiter laufen kann. Schließlich müssen neue Funktionen geplant und programmiert werden und die Server für noch mehr Nutzer erweitert werden. Und wer in dieser Branche stagniert, hat schon verloren und wird auf lange Sicht von Konkurrenten am Markt überholt. Doch schlichte Bannerwerbung wie im Falle GM scheint sich mittelfristig für viele Firmen auf Facebook einfach nicht zu rentieren. Zumal immer mehr Nutzer zusätzliche Programme wie AdBlocker benutzen, die Werbeanzeigen einfach unterbinden.

Wie verdient man mit Nutzern Geld?

Vereinfacht gesagt: Facebook hat Millionen von Nutzern, aber keine richtige Strategie, um an ihr Geld zu kommen. Gut für uns Nutzer, schlecht für den Aktienkurs und den Geschäftsmann Zuckerberg. Dabei machen es doch viele Unternehmen geradezu vor. Schaut man mal in Richtung Apple, braucht man nur mal in den App-Store zu schauen. Dort zählen zu den umsatzstärksten Apps nicht etwa kostenpflichtige, teure Apps wie Navigons Navigationssoftware. Nein, es sind komplett kostenlose Apps, die das meiste Geld in die Kassen spülen. Zwar sind die Grundfunktionen der Apps kostenlos, aber es gibt noch weitere Komfortfunktionen und Gegenstände, die man mittels InApp-Käufe erwerben kann, aber eben nicht muss.

Zwänge gewinnen das Spiel, Psychologie gewinnt die Meisterschaft
Und genau das ist das geniale an diesen Apps. Auf den ersten Blick ist alles kostenlos und man fängt an das Spiel oder Produkt zu benutzen. Man findet Gefallen daran und ein paar Stunden später hat man freiwillig die ersten Euros via inApp-Kauf ausgegeben. Auf diese Weise geben Nutzer bereitwillig mehr als 50 Euro pro Monat (!) für Einkäufe aus, wohingegen die gleichen Nutzer nicht bereit sind, eine App direkt für rund 15 Euro zu kaufen, bei der keine Folgekosten auftreten würden. Kleine Summen, sogenannte Micropayments, sehen halt nicht so gefährlich aus wie die großen. Aber auch hier gilt: Kleinvieh macht auch Mist, tuen den Konsumenten aber psychologisch nicht so weh.

Facebook muss lernen

Und genau daraus muss Facebook lernen und Kapital schlagen. Doch Facebook geht lieber andere, offensichtlichere Wege. Wenn auch noch nicht in Deutschland, aber bereits in Großbritannien. Denn dort ist der Volkssport Bingo mittlerweile als Facebook-Spiel verfügbar, bei dem um reales Bares gespielt werden KANN. Natürlich steckt sich Facebook dort Centbeträge in die Tasche und verdient, egal ob der Nutzer gewinnt oder verliert. Weitere Glücksspiele, bei denen um Geld gespielt werden kann, wie etwa Roulette, BlackJack oder Poker, sind bereits in Planung.

Deutsche Gesetze
Ob wir diese Form der Facebook-Spiele jemals auf der deutschen Facebook Seite sehen werden bleibt jedoch fraglich. Schließlich ist durch den Glücksspielstaatsvertrag das Glücksspiel staatlich monopolisiert. Und nach Glücksspielstaatsvertrag § 4 Absatz 4 ist das Veranstalten und das Vermitteln öffentlicher Glücksspiele im Internet verboten. Und Facebook ist ja öffentlich und ohne Altersbeschränkung für jedermann zugänglich. Da wird sich Herr Zuckerberg für den deutschen Markt etwas anderes ausdenken müssen, um an sein Geld zu kommen. Dann etwa doch In-App-Käufe, Herr Zuckerberg?

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Siri-Daten werden bis zu zwei Jahre lang aufbewahrt

19. April 2013 Keine Kommentare

cc by deviantart / coolstar1611

Bislang nannte Apple keinen Aufbewahrungszeitraum der Sprachdaten, die vom Unternehmen von jedem einzelnen Siri-Nutzer gespeichert werden. Nun brachte eine Unternehmenssprecherin von Apple allerdings Licht ins Dunkel und erklärte vor kurzem gegenüber Wired, dass das Unternehmen die Sprachdaten der Siri-Nutzer bis zu zwei Jahre lang aufbewahrt. Hierbei wird jedem Benutzer von Siri durch Apple eine Zufallszahl zugeteilt. Mit dieser Zahl werden die Sprachaufzeichnungen, die auf die Server von Apple übertragen werden mit weiteren zusätzlichen Informationen, wie zum Beispiel Spitznamen oder Familienangehörigen, verknüpft. Siri wird es dadurch ermöglicht sich all diese Daten in Erinnerung zu halten.

Laut eigenen Angaben löscht Apple die gesammelten Daten nach sechs Monaten. Allerdings behält es sich der Branchenriese vor, jegliche Aufzeichnungen sowie alle weiteren Zusatzinformationen für weitere 18 Monate zu speichern, um sie für Analysezwecke und darüberhinaus auch für eine “generelle Optimierung von Siri und anderen Produkten und Diensten” zu verwenden. All dies passiert in anonymisierter Form.

Wer nicht will, dass seine Daten gespeichert und von Apple genutzt werden, der sollte Siri in den iOS-Einstellungen deaktivieren. Laut Apple werden durch diese Handlung die “Benutzerdaten sowie die letzten Spracheingabedaten” gelöscht. Nichtsdestotrotz könnten ältere Aufzeichnungen des Siri-Nutzers für eine “bestimmte Zeit erhalten bleiben”, wie man den Datenschutzhinweisen zu Siri entnehmen kann. Wie wir nun von der Unternehmenssprecherin wissen, handelt es sich bei diesem äußerst vage dargestellten Zeitraum um bis zu zwei Jahre.

Aufgrund der Datenspeicherung seitens von Apple ist es bei einigen großen Unternehmen, darunter bekannte Größen wie IBM, mittlerweile Gang und Gäbe, dass bei IPhones von Mitarbeitern die Siri-Funktion deaktiviert wird, um somit potenzielle Sicherheitsrisiken zu minimieren.

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Facebook Home auch für iOS?

16. April 2013 Keine Kommentare

cc by flickr/ re-ality

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Facebook möchte noch tiefer in die Systeme der Smartphones und Tablets integriert werden. Pushmitteilungen und diverse Applikationen sind dem Unternehmen noch nicht genug. Deshalb hat Facebook eine App entwickelt, die dem Netzwerk eine Dauerpräsenz auf den Geräten seiner Nutzer erlaubt: Facebook Home verkündet Statusmeldungen auch auf dem Sperrbildschirm und die erweiterte Chatfunktion soll in den Vordergrund gerückt werden. In manchen Ländern soll den Usern sogar das Telefonieren ermöglicht werden. Noch läuft die Software nur auf einem kleinen Teil der neuen Geräte, durch Verhandlungen mit Microsoft und Apple verspricht sich das Unternehmen aber eine schnelle Verbreitung von Facebook Home.

Im Gegensatz zum offenen System Android, für das Facebook eine fertig entwickelte App vorlegen kann, wird für das Eindringen in die iOS-Geräte eine “tiefgreifende Zusammenarbeit” von Apple und Facebook nötig sein, so die dpa. Bei Apple handelt es sich nach wie vor um ein geschlossenes System, was der Transformation in ein “Facebook-Handy” noch Einhalt gebieten könnte.

Was verspricht sich Facebook von Home? Der Zugriff von über einer Milliarde Facebook-Mitgliedern über Smartphones und Co hat das Unternehmen zur Aufrüstung der mobilen Strategie motiviert. Die noch tiefere Integration in Android und iOS könnte Facebook zu einer finanziellen Konsolidierung verhelfen, nachdem der Börsengang sowie das rasante Wachstum der Infrastruktur dem Netzwerk zugesetzt haben. Noch erwirtschaftet Facebook nur ca. ein Viertel der Anzeigenerlöse über die mobile Nutzung seiner User. Nach der Etablierung der noch werbefreien App Home würde eine Schaltung von Werbeanzeigen schnell noch größere Gewinne für Facebook abwerfen. Home wäre somit eine profitable Eroberung des mobilen Marktes.

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