
cc by flickr/ Yutaka Tsutano
Bisher gab es das Apple-Werbeformat iAd nur vom iPhone und dem iPod touch. Nun erschien auch die erste iAd-Werbung auf dem iPad, die in diesem Jahr wohl auch die einzige bleiben wird, denn erst 2011 will Apple iAd für das iPad weiter ausbauen.
Bei der ersten Anzeige handelt es sich um eine Kampagne zum neuen Film „Tron Legacy“, der in den USA bereits am 17. Dezember und bei uns erst im Januar startet. iAd bietet deutlich mehr Möglichkeiten als andere Werbemittel.
So bietet die Werbung Touch-Navigation, Bilder aus dem Film, rund zehn Minuten Videoinhalt, einen Kinofinder samt Uhrzeiten um den Film in der Nähe sehen zu können und eine Vorschau auf die Filmmusik, die man dann auch direkt über iTunes kaufen kann.
Die iAd auf dem iPad ist aber noch eine weitere Premiere: Zum ersten Mal kann aus einer App heraus eine E-Mail verschickt werden um die Kampagne weiterzuleiten. Sind wir also gespannt, wie sich iAd im nächsten Jahr erweitern und uns mit neuen Möglichkeiten überraschen wird.
Apples neues Werbekonzept iAd läuft mehr als nur schleppend und immer mehr Kunden zeigen sich unzufrieden mit der Vorgehensweise des Unternehmens. So erteilte zunächst Chanel Apple eine Absage und nun tritt Adidas vom Werbevertrag in Höhe von 10 Millionen Dollar zurück. Eine Entscheidung, die Signalwirkung für andere große Firmen haben könnte!
Vor allem die Bedingungen des Zulassungsverfahrens seien sehr eng, sagen Kritiker. Der Gutachtenprozess wurde von Adidas als fragwürdig bezeichnet und auch die Kontrolle sei mehr als undurchsichtig. Vor allem der Mangel an Kommunikation habe Adidas verärgert. Ein Kreativkonzept nach dem anderen sei so gescheitert.
Apple entwickelt die iAds selbst und gibt acht Wochen Entwicklungszeit an. Adidas habe jedoch mehr als zehn Wochen warten müssen. Finanziell wird Apple den geplatzten Deal wohl verkraften können, jedoch eventuell nicht die Vorwürfe des Unternehmens. Es wird befürchtet, dass andere Konzerne daraufhin erst gar keinen iAd-Vertrag eingehen.
Und wieder einmal schlagen die Gerüchtewellen hoch: So wie es aussieht, plant Apple eine eigene Werbeplattform zu launchen, die Entwickler in ihre Apps integrieren können. Voraussichtlich soll das Ganze iAd heißen und nach Berichten des Onlinemagazins „Online Media Daily“ bereits nächste Woche, am 7. April, an den Start gehen.
Die Wahrscheinlichkeit dafür steht hoch, denn erst vor kurzem hat Apple den mobilen Werbevermarkter Quattro Wireless übernommen. Zudem wurde App-Entwicklern verboten, Geodaten für lokalisierte Werbung zu nutzen.
Die mobile Werbebranche ist derzeit noch ziemlich verstreut, so dass sie mit iAd eine einheitliche Plattform vorfinden würden. Zudem würde Apple mit iAd Google enorme Konkurrenz bieten, denn noch ist dies ein Sektor, der von Google dominiert wird.
Nächste Woche wissen wir mehr…