Kunden, die auch gerne im Besitz eines neuen iPhone 4 wären, müssen momentan rund neun Wochen auf das Gerät warten. Dies liegt ausnahmsweise mal nicht an der Telekom selbst, sondern an der Lieferpolitik von Apple, zumindest, wenn man Telekom-Chef Jan van Damme glauben mag.
Dieser äußerte sich nun bereits zum zweiten Mal mehr als empört über Apple. Zehntausende von Kunden würden aktuell auf die Smartphones warten. Langsam sind diese natürlich auch verärgert und immer weniger Kunden würden sich für das Gerät interessieren. Man hätte viel mehr Verträge abschließen können, wenn Apple schneller wäre.
Über zwei Monate Wartezeit sei einfach zu viel. Daher habe man im Telekom-Vorstand nun beschlossen, dass alle zunächst das iPhone 3G oder das iPhone 3GS weiter benutzen. Sonst wäre dies ein falsches Signal an die Kunden. Wie lange es noch zu diesen Engpässen kommen wird, wisse van Damme genauso wenig wie die genauen Gründe dafür.
Am Freitag fand nun endlich die lang erwartete Pressekonferenz von Apple statt, in der Steve Jobs einräumte, dass sie nicht perfekt seien . Er betonte auch, dass sie an dem viel diskutierten Empfangsproblem natürlich nicht ganz unschuldig seien, aber die Reaktionen nach den ihnen vorliegenden Daten viel zu übertrieben seien. Das Problem beträfe nur einen kleinen Kreis an Kunden.
Als Lösung präsentierte Apple mal wieder die berühmte Hülle, die man auf das iPhone setzt. Dies geht entweder in Form des bisher verkauften Bumpers für knapp 30 Euro oder über eine andere Hülle.
Jeder Besitzer eines iPhone 4 und alle, die sich das Gerät bis zum 30. September 2010 kaufen, haben das Anrecht auf eine solche kostenlose Hülle. Ab jetzt kann man sie sich bestellen. Alle, die bis jetzt bereits einen Bumper gekauft haben, bekommen ihr Geld zurück.
Nach dem 30. September will Apple sehen wie es weitergeht. Ach ja, das neue Update, das die Probleme außerdem lösen soll, fiel im Expertentest durch und bringt anscheinend nichts.
Für morgen hat Apple überraschenderweise eine spezielle Pressekonferenz angekündigt, in der, und jetzt kommts, ein neues Update vorgestellt werden soll, dass die Anzeige des Signals auf dem Display verbessern soll…
Seit Wochen wird das neue iPhone 4 von allen Seiten heftig kritisiert: Hält man es nämlich, wie hier bereits mehrfach berichtet, auf eine bestimmte Weise in der linken Hand, fällt das Signal drastisch ab. Dies liegt an den Antennen, die nun außen im Rahmen liegen.
Verbraucherschützer und Experten schlugen daraufhin Alarm und warfen Apple vor ein unfertiges Produkt auf den Markt geworfen zu haben. Apple konnte mit dieser Kritik überhaupt nicht umgehen und manövrierte sich damit in ein PR-Desaster. Steve Jobs riet Kunden doch zunächst das iPhone 4 einfach anders zu halten.
Dann wurde ein zusätzlicher Rahmen für 30 Dollar angepriesen und nun soll das Signal nicht wirklich weg gehen, die Anzeigen sei eben halt nur ungenau… Mal sehen, ob der Konzern es mit der morgigen Update-Pressekonferenz besser machen kann…
PR-Experten raten Apple bereits das iPhone 4 zurückzurufen.
Dass das neue iPhone 4 erhebliche Empfangsprobleme aufweist, haben wir an dieser Stelle bereits berichtet. Dieses Problem liegt eindeutig an einem Designfehler. Das iPhone 4 ist so konstruiert, dass die Edelstahl-Außenseiten als Antennen dienen. Nur das Problem dabei ist, hält man das Smartphone in der linken Hand auf eine bestimmte Art und Weise, kommen also die Antennen mit Haut in Berührung, nimmt der Empfang erheblich ab.
Apple hat den Fehler zwar inzwischen eingestanden, den Kunden zunächst geraten es eben anders zu halten oder sich eine Schutzhülle zu kaufen, nun wurde ein Software-Update angepriesen, das das Problem lösen soll. Jedoch selbst der hauseigene Apple-Kundendienst hat nun zugegeben das das Update keine Verbesserung bringen wird.
Experten werfen Apple vor, ihre Produkte nicht ausreichend zu testen und wissentlich ein fehlerhaftes Gerät auf den Markt gebracht zu haben, nur um den Erscheinungstermin nicht verschieben zu müssen.
Da das iPhone 4 das bisher erfolgreichste Apple-Produkt, was die Verkaufszahlen angeht, ist, könnten nun etliche Sammelklagen auf das Unternehmen zukommen, wenn hier nicht bald eine Lösung gefunden wird.
ZUNSB27APMCF Das neue iPhone 4 verkauft sich extrem gut und die meisten Anwender sind auch sehr zufrieden mit dem Smartphone, doch scheint es sich hierbei vor allem um Rechtshänder zu handeln, die ihr iPhone auch in der rechten Hand halten. Linkshänder oder eben „Linkstelefonierer“ haben kurioserweise weniger Empfang.
Immer mehr Beschwerden werden daher laut, denn, wenn ein Linkshänder das iPhone 4 zum Telefonieren oder ähnlichem mit der linken Hand umgreift und den Handballen links im unteren Bereich platziert, nimmt die Signalstärke stark ab.
Gedämpft wird ein Signal stets, wenn leitendes Material, wie eben eine feuchte Hand, sich um die Antenne legt. Dies hätte ganz einfach dadurch verhindert werden könne, dass man die Antenne an der oberen Rückseite des Geräts setzt. Doch wie es aussieht wurde das neue iPhone 4 nur von Rechtshändern getestet, bei denen das Problem natürlich nicht auftrat.
Steve Jobs antwortete auf die Beschwerden ganz einfach: „Dann halten Sie das iPhone 4 eben anders!“. Linkshänder sollen sich also zum Telefonieren verkrampfen? Für viele wohl eine nicht ganz so befriedigende Lösung… Verbesserungen hat Apple leider nicht angekündigt!
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